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08. Jul 2020 00

Im Rückspiegel: Dieser Opel war seiner Zeit voraus

Drei-Zylinder-Motoren liegen wegen ihres niedrigen Normwertes beim Krafstoffverbrauch voll im Trend. Kaum ein Volumenhersteller hat derzeit keinen im Angebot. Vor 25 war diese Entwicklung noch in weiter Ferne. Einen ersten Boten stellte Opel damals auf dem Genfer Automobilsalon 1995 vor – das heute nahezu vergessene Konzeptfahrzeug Maxx. Weniger als zwölf Monate später überraschte die Marke die Fachwelt dann mit der Ankündigung, den kleinen Reihenmotor in Serie zu bringen. Opel war damit der erste europäische Automobilhersteller, der einen modernen Dreizylinder zur Serienreife entwickelte. Premiere hatte er dann 1997 im Corsa.
Opel Maxx (1995).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Opel Maxx (1995). Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Der Opel Maxx war ein Konzept für ein zukünftiges Stadtfahrzeug. Anstelle von gepressten Stahlblechen wurde die Karosserie in Modulbauweise aus Aluminium-Profilen hergestellt. Die verschiedenen Abschnitte wurden zu einer Zelle zusammengeschweißt. Dank der flexiblen Fahrzeugarchitektur wären Versionen wie Cabrio, Pick-up, Offroader, Van oder Taxi denkbar gewesen. Obwohl die Abmessungen fix waren, hätten die Kunden Karosserie und Innenausstattung auch nach Abholung des Fahrzeugs ändern können.
Opel Maxx (1995).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Opel Maxx (1995). Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Mit einer Länge von 2,97 Meter sowie einer Breite und Höhe von 1,58 Meter erinnert der Maxx ein wenig an den Smart. Trotz seiner kompakten Abmessungen bot der 650 Kilogramm leichte Zweitürer aber deutlich mehr Platz. Eine in die Aluminiumstruktur eingebaute Rücksitzbank machte den Mini zum Viersitzer. Wenn der Kunde viel Gepäck mitnehmen wollte, konnte er sich für zwei Sitze plus einen Laderaum entscheiden, der ungefähr so groß war wie der eines damaligen Astra-Kombis.
Opel Maxx (1995): Parken wie ein Smart.

Opel Maxx (1995): Parken wie ein Smart.

Von den Mittelklassemodellen Vectra und Omega stammte die McPherson-Federbein-Vorderradaufhängung. Den Krafstofftank platzierten die Ingenieure für größtmögliche Sicherheit zwischen den Hinterrädern, während die Aluminiumstruktur das hintere Ende schützend umschloss und vorne eine verformbare Struktur bildete.
Opel Maxx (1995).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Opel Maxx (1995). Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Der neue Benziner wies einen Hubraum von 973 Kubikzentimetern auf. Bevor er in Serie ging, legte der Dreizylinder seine ersten Kilometer in zwei Prototypen des Maxx zurück. Er mobilisierte 50 PS (37 kW) bei 5000 Umdrehungen in der Minute und 90 Newtonmeter Drehmoment bei 2500 U/min. Dank des geringen Fahrzeugewichts reichte das für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 12,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 151 km/h. Im damals aktuellen Testzyklus „Euromix“ kam der Opel bei konstant Tempo 90 auf einen Verbrauch 3,9 Litern Benzin auf 100 Kilometer.

Text: ampnet/jri
Der Dreizylinder des Opel Maxx (1995) ging 1997 im Corsa in Serie.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Der Dreizylinder des Opel Maxx (1995) ging 1997 im Corsa in Serie. Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Vielseitig: Opel Maxx (1995).  Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

Vielseitig: Opel Maxx (1995). Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

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